Vom KWG-Einschnitt zum Meldewesen der Zukunft
25 Jahre regulatorische Verdichtung, Datenanforderungen und der Weg zu PRISMA/IReF
1. Ausgangspunkt: Die 6. KWG-Novelle als Zäsur
Die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen für Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute, Finanzholding-Gesellschaften und Finanzunternehmen erfuhren mit der 6. KWG-Novelle (Sechstes Gesetz zur Änderung des Gesetzes über das Kreditwesen vom 22. Oktober 1997) eine tiefgreifende Neuausrichtung. Besonders prägend waren zwei Elemente:
- die Trennung von Anlagebuch- und Handelsbuchgeschäften sowie
- die Neugestaltung des Grundsatzes I, der – auf Basis der Kapitaladäquanz- und Solvabilitätsrichtlinie – die bisherigen Grundsätze I und Ia ablöste.
Diese Neuordnung machte deutlich, dass regulatorische Logiken nicht isoliert wirken, sondern über Kapital- und Risikobegrenzung eine systemische Klammer bilden.
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